Freitag, 17. Februar 2017

Die Wunderkammer des khm

Karl-Heinz Mauermann beim ersten Probeaufbau in der Rübezahlstraße 33 resp. in der Küche des Kunsthaus Essen
Die seit vielen Jahren überfällige und vielfältig verschobene Ausstellung von Karl-Heinz Mauermann im Berliner Kunstverein nimmt aktuell seine erste Gestalt an. Der Essener Konzeptkünstler zeigte uns bei einem Besuch im Kunsthaus Essen die ausgewiesene Kabinets- und feine Knochenshow - kurzum wir erhielten erste Einblicke in seine Naturkundliche Sammlung.

Prieview der Naturkundlichen Sammlung von khm mit dem MüBiOs Seminar in der Schulstraße in Münster
Aktuell steht das Kleine Haus im off-Bereich - dem Foyer der Ateliergemeinschaft Schulstraße - und es gibt die Möglichkeit von gelegentlichen Previews - wie oben mit einer Gruppe von Studierenden der Universität Osnabrück.
Zur eigentlichen Vernissage wird am 23. April 2017 um 14.00 Uhr noch gesondert nach Essen in den Botanischen Garten bzw. an einen noch nicht bekannt zugebenden Ort eingeladen.
Mauermann thematisiert in dieser Ausstellung das spannungsreiche Verhältnis von Bildender Kunst und Naturkunde. Auf allerkleinstem Raum hat der Konzeptkünstler Exponate aus der Mineralogie, Flora und Fauna zusammengetragen und greift damit zurück auf die Anfänge unserer heutigen Museen. In Wunderkammern und Raritätenkabinetten wurden seit der Barockzeit Objekte unterschiedlicher Herkunft nebeneinander präsentiert.

Mauermanns Ausstellung zeigt ein Stück aus der Kulturgeschichte. Gleichzeitig thematisiert er das Grauen, das den Besuchern angesichts einer ihm fremd gegenüber stehenden Natur erfassen kann, wenn die kleine Besucherin ›Polly‹ sich den spitzen Zähnen im weit geöffneten Maul einer Fledermaus gegenüber sieht, die ihre Körpergröße um ein vielfaches überragt.
Das Kleine Haus des Berliner Kunstvereins ist genaugenommen zugleich auch sein allerschönster Raum! Es ist der einzige Wechselausstellungsraum des Polly Pocket Museum of Modern Art. Das besondere Format und die Tatsache, daß es sich um eine permanent besuchte Ausstellung handelt, macht ihn unschlagbar attraktiv. Egal zu welcher Zeit - immer ist jemand da und betrachtet die gut ausgeleuchtete Kunst im Raum. Ein besonderer Dank gilt dem Architekten Robert Porth!
Weitere Informationen oder abwegige andere Stationen der off-Tour vor der großen Eröffnung in Essen erfahren Sie stets im Blog des Der Meisterschüler oder auf unseren Seiten bei FB.
Oder Sie nehmen redaktionellen Kontakt mit ruppe (ädd) koselleck.de auf, mit dem Sie Öffnungszeiten im Off der Berliner Perifpherie vereinbaren können.

So verbleibt herzlich mit freundlichen Grüßen

Ihr
Ruppe Koselleckfür den Der Meisterschüler
und CEO sowie Kurator des Berliner Kunstvereins