
Zeitung über das Dings mit der Kunst. Seit 1996. Protopop, postdiskursiv, alternativlos, perifair, frei und vorvergnügt: Das Zentralorgan des BERLINER KUNSTVEREIN
Freitag, 30. April 2010
Zuckerbrusttorso für Mexico
- am hellen Tage, mitten im feierabendschwangeren Berufsverkehr, am 10. April 2010.
Auf dem Torso befinden sich zwei Kaffeekristallkaramelle, die Koselleck aus der Umkehrung der Mischungsverhältnisse einer gewöhnlichen Tasse Kaffee generierte. Auf eine Tasse Zucker kommt nach Ruppe ein Esslöffel flüssiger Kaffee, daraus die Masse entsteht, aus der man Brüste formen kann.

Susanne von Bülow entwickelte für diese Gemeinschaftsarbeit eine artgerechte Radierung - einen braunen Torso auf Bütten, der in Kooperation mit Koselleck zu dem Zuckerbrusttorso wurde. Der überaus verschwenderische Akt eine hochwertige Kartonradierung samt zweierlei süßer Zuckerbrüste im öffentlichen Raum der potentiellen Zerstörung anheimzugeben steht in der Tradition der Murales oder Grafittis.
Bülow und Koselleck folgen hier der durchaus demokratischen Idee einer Kunst für alle -
Flaneure und Amateure, Interessierte und Ignoranten werden gleichermassen mit ihrer beiläufig auffälligen Kunst konfrontiert. Derweil beginnt der Kaffeezuckerkaramell in der Witterung Mexicos zu gedeihen...
Belohnt wird das entdeckerische neugierige Grundverhalten aller Menschen, die es verstehen, alltäglich wach zu bleiben für all die Dinge, an denen sie vorübergehen.
Kaffee und Zuckerspuren werden entlang des Bütten über den Torso herablaufen und schliesslich am Betonpfeiler der mexikanischen Brückenträgerkonstruktion kleben. Bienen und eine der hundert möglichen Ameisensorten werden sich mit Entzücken der Kunst nähern und sie sich einverleiben.
Die Schönheit des Zuckerbrusttorsos ist eine auf Zeit - eine der Vergänglichkeit gewidmete Installation im öffentlichen Raum. Neben Mexico City hängen Zuckerbrusttorsi u.a. in Freiburg, Worms und Bielefeld.

Ein Netz kaffeesüßer Torsi umspannt damit den aktuellen Globus - bis heute, dem 30. April 2010, wo die Zuckerbrust in San Angel noch hing...
B. Luthat
für den Meisterschüler
siehe auch Susanne von Bülow BROTSKULPTUR
Montag, 8. März 2010
Jackson Pollock und der Zuckerbrusttorso
der an einer Landstrassenbrücke hängt und kristallin neben dem Beton strahlt und mit dem Himmel (im Bilde links oben) des 7. Märzes 2010 in dem Ländle aufblühte. Eine Zuckerbrust ist ein Kaffeekristallkaramell. Doch was ist das oder mehr noch wie geht das? Und wer ist Jackson Pollock?Eine Tasse Kaffee verlangt nach einem Löffel Zucker - der Grundstoff der Zuckerbrüste besteht aus der Verkehrung desselben ins Gegenteil. Auf eine Tasse Zucker kommt ein Esslöffel Kaffee. Daraus wird der Teig, der süssliche Dinge formbar macht. Ruppe Koselleck formt hieraus aus ganz persönlichen Gründen Brüste,
die er auf dem Torso der Susanne von Bülow aufbringt. Bülows Torsi sind Kartonradierungen auf Büttenpapier und werden als hochwertige Interventionen für den öffentlichen Raum gefertigt. Dass Zuckerbrüste lecker sind testen an dieser Stelle die beiden Künstler,
die aktuell in der Galerie Foth
ausstellen und aus diesem Anlass einen signierten
Zuckerbrusttorso in der vergangenen Samstag
Nacht neben der Pollock Bar in Freiburg aufhingen. Hier endlich haben wir den Pollock erreicht, den wir schon immer mal erwähnen wollten, wenn es um K. geht.Durch die Luftfeuchtigkeit bedingt beginnen Zuckerbrüste zu tränen und bieten damit Insekten und Passanten leckere Nahrung.
Besuchen Sie also, solange sie noch hängt die Freiburger Zuckerbrust (vergl.: ART oder Berliner Kunstverein) oder machen sich auf der Landstrasse auf und suchen die
Wormser Intervention am Rande gefrässiger Graffitis und nur zwanzig Schritte vom Weinberge entfernt. Beachten Sie dazu bitte auch Burkhard Rosskothens art-inside#8, wo er einen Bogen von der Zuckerbrust über die Cocktailtomate bis zum Berliner Kunstverein schlägt und dabei versteht sich vor Bananenkartons zu stervecken, ohne dass das jemandem auffällt.
Bernd Luthat
für den Meisterschüler

Infos zu den Zuckerbrüsten finden Sie auch auf den Katalogseiten der Susanne von Bülow
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oder in der UTUBE gibts neues zu
den Eheleuten und Cocktailtomaten.
oder bei rebel:art...Montag, 1. März 2010
Eine Übung für Eheleute und Cocktailtomaten
> Was immer auch performative und druckgrafische Interventionen in den Alltag bewirken, darstellen und an und für sich sein mögen - Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck versuchen sich am Samstag, den 6. März 2010 um 19 Uhr genau darin. Eine Übung um und für den Alltag - eben eine Übung für Eheleute und Cocktailtomaten.
Markus Foth zeigt die beiden Künstler noch bis zum 30. April in den Räumen seiner Freiburger Galerie.
(Mittwoch bis Freitag von 16 - 19 Uhr geöffnet)
Das druckgrafische und interventionistische Werk von Bülow und Koselleck wird nach einer öffentlichen Auseinandersetzung feierlich eröffnet.
Neben der klassischen Intervention ihrer ZUCKERBRUSTTORSI (vergl.: ART oder Berliner Kunstverein)
werden sie Arbeitsproben vor- und an die Wand stellen.
Eine Zuckerbrust ist dabei als ein Zuckerkaffeekristallkaramell zu begreifen.
Das umgekehrte Mischungsverhältnis (eine Tasse Zucker auf einen Teelöffel Kaffee, flüssigen Kaffee versteht sich)
ermöglicht diese fragile und überaus leckere Versorgungsplastik, die von den beiden regelmäßig auf Druckstöcke aufgebracht werden, um im öffentlichen Raum Menschen wie Insekten gleichermassen zu erfreuen.
Die grenzsoziologische Auswertung vermüllter Strassenbeläge aus dem Kosellecks Werkskomplex der Bodenstiftung wird mit hochkonzentrierter Augenblicklichkeit und Poesie der Kartonradierungen von von Bülow konfrontiert.
Freigestellte und sensible Druckgrafik trifft auf Panzerschrankdokumentenverpackungen mit seltsamen Inhalten. Ob diese Übung gelingt, sollten Sie selbst überprüfen!
Sie werden nach dieser Ausstellung Ihren Alltag mit anderen Augen betrachten.
Besuchen Sie dazu die Galerie Foth.
Herzlichst Ihr
Bernd Luthat
für den www.dermeisterschueler.de
Tipps für Kunst bei ebay:
Katalogansicht hier: xxxxxxxxx
Mittwoch, 8. Juli 2009
Zuckerbrusttorso in Bielefeld

Dort wo die Bielefelder ihren Fußweg zur Alm (Schüco Arena) abschreiten, befindet sich an einem Betonpfeiler des Ostwestfalendamms ein weiterer Zuckerbrusttorso von Susanne von Bülow.


Ein Zuckerbrusttorso ist eine Radierung auf Büttenpapier, die mit zwei Zuckerbrüsten versehen wurde. Eine Zuckerbrust ist ein Kaffeekristallkaramell, der bei Kontakt mit Wasser zu tränen beginnt. Die von Ruppe Koselleck aufgeklebten Zuckerbrüste hängen seit dem 6. Juli 2009 als eine weitere Ausstellung des Berliner Kunstvereins in der Peripherie der Hauptstadt - und hier eben in Bielefeld.

Und seit heute in Utube können Sie die Eröffnungszeremonie in Münster sehen.
Interssiert sollten sich stets auch auf Kanalkapital bzw. dem Förderpreis: ICH BIN BIN KUNSTSPIESSER! verirren.
Besuchen Sie also solange sie noch hängen. Die Zuckerbrustorsi in Bielefeld und Münster.
Der nächste Zuckerbrusttorso wird in Basel in knapp 8 Tagen aufgehängt.
Alles Gute und bis dahin
Ruppe Koselleck
für den Meisterschüler
Samstag, 4. Juli 2009
Zuckerbrusttorso von Susanne von Bülow im BKV

Kunst unter Brücken neben Plakaten und auf rohem Beton.
Susanne von Bülow zeigt ihre Installation "Zuckerbrusttorso" am Ring dort, wo der Bohlweg abzweigt.

Die hochwertige Radierung auf edlem Büttenpapiert steht im ästhetischen Widerstreit mit der plakatierten und graffito verschmierten Umgebung unter der Bahnbrücke am Ring.
Susanne von Bülow zeigt einen Torso auf dem zwei Zuckerkristallkaramellbrüste aufgebracht sind. Die süssen Brüste entstanden in einer Gemeinschaftsproduktion mit Ruppe Koselleck, der die Zuckerbrüste als eine vergängliche Installtion im Aussenraum konzipierte.
Es handelt sich bei von Bülows Intervention um eine Ausstellung für arglose Passanten und staugeschädigte Autofahrer, die ausreichend Zeit für die Rezeption der Plakatwände haben. Wer an der roten Ampel steht, kann den Hinweisen der Werbung folgen und sich seit gestern im Zuckerbrusttorso verirren.

Ihre Intervention ist eine kostspielige Reflektion des öffentlichen Ausstellungsraumes, eine großzügige Geste und Frage an den Wert von Kunst oder von Plakaten - kurz ein relevanter Beitrag zur Verschönerung der betoniden Welt innerhalb des alltäglichen Brückenszenarios unter dem wir uns alltäglich bewegen.
Mit ihrer Intervention setzt sie Ihren Druck einem zweifelhaften Gebrauchs- und Verschleisswert aus, den sie unter dem Totalverlust eines plakatierten Stück Büttens in Kauf nimmt. Da ein Kaffeekristallkaramell nicht nur schön sondern auch süß und schmackhaft ist, eröffnet Susanne von Bülows Brückeninstallation die Möglichkeit, die Brüste real zu kosten. Diese niedrigschwellige süßliche Konsumentenorientierung verläuft an der korrupten Grenze des triebhaften Sacharosegeschmacks den Werbung auszudünsten hat. Probieren Sie selbst! Nicht nur das Auge ißt dem Zuckerbrusttorso geneigt.
Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir diesbezügliche Bilder auf unseren Seiten veröffentlichen.
Besuchen Sie noch heute die Ausstellung des Berliner Kunstvereins, solange sie noch steht.
Wunderschöne Sonnentage und überraschende Begegnungen mit K. wünscht Ihnen
Ihr Meisterschüler,
der auch in anderer Angelegenheit für den gleichen Kunstverein tätig ist.
Siehe dazu auch:
KANALKAPITAL,
oder ein sinnvoller Weg zur Kapitalbeschaffung für den Förderpreis
ICH BIN EIN KUNSTSPIESSER